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Malteser Auslandsdienst Limburg

Aktuelles & Presse

Hier finden Sie aktuelle Pressemitteilungen und Reiseberichte über die aktuellen Projekte und Aktionen des Malteser Auslandsdienstes im Bistum Limburg.

Benefiztheater für Malteser Aktion Hoffnungszeichen - 18., 19. Juli 2015

Limburg/Bosnien-Herzegowina. Romeo und Julia gelten als das berühmteste Liebespaar der Weltliteratur. Doch welche Bedeutung hat die tragische Liebesgeschichte in der heutigen Zeit? Mit dieser Frage haben sich 29 Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren aus Bosnien und Herzegowina und der Marienschule Limburg in einem insgesamt zweiwöchigen Austauschprogramm in intensiven Theaterworkshops auseinandergesetzt und eine moderne Version von Romeo und Julia erarbeitet. Das Stück wurde am 18. und 19. Juli im Walderdorffer Hof in Limburg und am 24. Juli in einer Burg nahe der bosnischen Stadt Tesanjska aufgeführt.

Das Projekt ist Teil der Aktion Hoffnungszeichen des Malteser Auslandsdienstes im Bistum Limburg, der sich seit dem Ende des Bosnienkrieges vor mehr als 20 Jahren in Bosnien und Herzegowina engagiert und sich dort für das friedliche Miteinander der drei ehemals verfeindeten Ethnien Bosnier, Kroaten und Serben einsetzt und Hilfsbedürftige mit Projekten unterstützt. Vor zwei Jahren wurden diese Projekte unter den vier verschiedenen Hoffnungszeichen Bildung, Beschäftigung, Begegnung und Begleitung zusammengefasst und damit begonnen, Spenden zu sammeln: für Bücher und Bildungsmittel für Kinder aus armen Familien, für den Bau von Gewächshäusern, die Sanierung von Häusern und die Ausbildung von Schulsanitätern. In Projekte wie diese fließen auch die rund 2.000 Euro, die durch den Verkauf der Eintrittskarten sowie Snacks, Getränke und Spenden an den beiden Abenden zusammengekommen sind. Insgesamt rund 250 Personen sahen sich die beiden Aufführungen im Walderdorffer Hof in Limburg an, auf der Burg im bosnischen Tesanjska waren es etwa 100 Besucher. Damit es für diese verständlich war, wurde der Text in mehreren Szenen auf bosnisch übersetzt.

Die Idee für das Theaterprojekt entstand im Rahmen des Hoffnungszeichens Begegnung. „Wir wollten, dass sich bosnische und deutsche Jugendliche gemeinsam mit dem Thema interreligiöse und interkulturelle Toleranz auseinandersetzen“, erklärt Jürgen Briegel, Auslandsdienstreferent der Malteser im Bistum Limburg. „Die Schüler kennen den Bosnienkrieg nur noch vom Geschichtsunterricht und vom Hörensagen. Durch das Theaterprojekt wird die Geschichte wieder lebendig und die Erinnerung an die Gräueltaten wach gehalten.“

Jugendreferentin und Theaterpädagogin Cara Basquitt leitete die Theaterworkshops und organisierte gemeinsam mit Briegel das Austauschprogramm, bei dem 14 bosnische Jugendliche 10 Tage bei deutschen und 15 deutsche Teilnehmer 4 Tage bei bosnischen Gastfamilien untergebracht waren. Besonders wichtig war Basquitt, dass die Schüler ihre eigene Sicht der Dinge in das Stück einbringen konnten. So entstand die Geschichte dreier unglücklicher Liebespaare: zwischen dem bosnischen Serben Velimir und der Muslimin Marina, dem türkischen Hauptschüler Ali und der Gymnasiastin Constanze und Romeo und Julia, deren Liebe von ihren Familien nicht akzeptiert wird. Ausgangspunkt ist hierbei die Diskussion der beiden Erzähler des Stücks, die sich darüber uneinig sind, ob es auch in der heutigen Zeit in Bosnien und Herzegowina oder in Deutschland noch moderne Romeos und Julias gibt und dabei den Liebesgott Amor um Hilfe bitten. Im Gegensatz zum tragischen Ende der Shakespeare-Geschichte siegt im Theaterstück am Ende die Liebe: Die Familien von Velimir und Marina sowie Ali und Constanze erkennen, dass ihr Verhalten von Vorurteilen und Intoleranz geprägt war und versöhnen sich.

Unterstützt wurde das Theaterprojekt von der Reinhard & Sonja Ernst-Stiftung, die die Location zur Verfügung stellte und die Kosten für Bühne, Bestuhlung und Technik übernahm sowie von Jürgen Bomert, Autor einer Chronik über die Geschichte des Walderdorffer Hofs, und der Bäckerei Hensler, die eine spezielle deutsche Version der bosnischen Gebäckspezialität Burek für die Malteser kreierte. Die Reisekosten wurden zum Großteil durch Fördermittel finanziert, sodass die Einnahmen nahezu zu 100 Prozent in die Projekte der Aktion Hoffnungszeichen fließen können. 

Weitere Bilder von den Theateraufführungen finden Sie hier:

Benefizkonzert für Bosnien-Herzegowina - 26. April 2015

Diez. Der Malteser Auslandsdienst Rhein-Lahn veranstaltete am 26. April ein großes Benefizkonzert zugunsten von nachhaltigen Hilfsprojekten in Bosnien und Herzegowina in die Herz-Jesu-Kirche in Diez ein. Es traten auf: der Männerchor Germania Freiendiez, die „Beziehungskiste“ und die „Liedertafel“. Nacheinander präsentieren sie den rund 300 Gästen eine Mischung aus Kirchenmusik, romantischen und zeitgenössischen Stücken.
Nach dem Konzert baten die Malteser die anwesenden Gäste um Spenden und luden sie ein , sich im Pfarrzentrum bei Imbiss und Getränken über die Hilfsprojekte der Malteser Rhein-Lahn zu informieren. Insgesamt kamen knapp 2.000 Euro für Projekte zusammen.

Fluthilfe läuft auf Hochtouren - Bosnienreise vom 27. Juli bis 01. August

Bosnien. Ende Juli reisten drei Mitarbeiter des Malteser Auslandsdienstes nach Bosnien, um unter anderem einen Skoda Praktik an die Suppenküche in Maglaj zu übergeben. Der Kastenwagen wurde mit einer 1.000-Euro-Spende der Katholischen Kirchengemeinde Herz Jesu in Diez, der Evangelischen Kirchengemeinde St. Peter zu Diez, der Evangelischen Stiftskirchengemeinde Diez und der Evangelischen Jakobusgemeinde Diez-Freiendiez finanziert. Darüber hinaus wurden weitere Projekte im Rahmen der Aktion Hoffnungszeichen initiiert, um den Menschen in den von der Flut betroffenen Gebieten zu helfen.
 
Hoffnungszeichen „Begegnung“
Zu Beginn trafen sich Johannes Hilse, Hans-Günther Haase und Jürgen Briegel mit Marijan Lovrinovic, Direktor des Crveni Kriz (Rotes Kreuz) in Novi Travnik, um die Weiterführung der Ersten-Hilfe-Aus- und Fortbildung des Schulsanitätsdienstes in Novi Travnik zu besprechen. Gemeinsam wurde vereinbart, im Zeitraum vom 27. bis 31. Oktober eine Weiterbildung sowie ein Treffen der fünf existierenden Schulsanitätsdienste durchzuführen. Diese jährlich stattfindende Veranstaltung im Rahmen des Hoffnungszeichens „Begegnung“ dient zum einen dem Informationsaustausch und zum anderen als kleiner Schritt in Richtung Völkerverständigung, da sich hier die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Lehrerinnen und Lehrer aus den verschiedenen Schulen und damit auch verschiedenen ethnischen Gruppen treffen. Ausrichter wird die Schule in Usora sein. Lovrinovic berichtete, dass jetzt viele Jugendliche die Stadt verlassen, um woanders, am liebsten in Deutschland, eine bessere berufliche Perspektive zu finden. Das führe dazu, dass die Städte immer kleiner würden. Zurück blieben viele alte und hilflose Menschen mit kaum einer Perspektive.
 
Hoffnungszeichen Beschäftigung
Auf einen Hinweis von Pfarrer Stefan Krönung aus Kassel fahren Briegel, Hilse und Hase nach Topcic Polje, einem kleinen Ort in der Nähe von Zenica, wo die Unwetter immensen Schaden angerichtet haben sollen. Vor Ort wird der Verdacht bestätigt: Hier gab es zwar keine Überflutungen, aber die gewaltigen Wassermassen rissen riesige Geröll- und Erdlawinen mit, die viele Häuser komplett zerstörten. Manche Häuser sind regelrecht ausgefüllt von Erd- und Geröllmassen, alles ist schwarz und düster. Die Straßen sind weitestgehend nicht mehr vorhanden. Eine aufgrund von Wasserstandmessungen zügig durchgeführte Evakuierung konnte glücklicherweise verhindern, dass Menschen zu Schaden kamen. Dennoch haben viele Bewohner in Topcic Polje alles verloren. So auch Hibic Sabahudin, der das Team durch sein zerstörtes Dorf führte. Hibic hatte sich eine Putenzucht aufgebaut und damit den Lebensunterhalt für sich und seine Familie verdient. Die Tiere wurden alle Opfer der Auswirkungen des Unwetters. Die Malteser entschließen sich, Sabahudin im Rahmen des Hoffnungszeichens „Beschäftigung“ zu helfen und ihm beim Wiederaufbau der Putenzucht zu unterstützen. „Wir werden auch prüfen, was wir für die Dorfgemeinschaft tun können. Denn das Dorf, ihre Heimat, wollen die Bewohner nicht verlassen, jedenfalls nicht jene, deren Häuser nicht ganz unbrauchbar geworden sind“, erklärt Jürgen Briegel.
 
Hoffnungszeichen Bildung
Eine weitere Reise führt die Malteser zur Grundschule in Jelah. Deutschlehrerin Kasima berichtete, dass nicht alle Eltern der Schülerinnen und Schüler dort genug Geld haben, um die Schulbücher zu bezahlen – insbesondere, da nach der Flut andere Dinge besorgt werden müssen, die Vorang haben. Auch die Klassenräume seien alt und müssten dringend renoviert werden. „Wir haben entschieden, die benötigten Schulmaterialien und einige komplette Sätze Schulbücher für die ersten drei Grundschuljahre durch Spenden für das Hoffnungszeichen Bildung zu besorgen“, so Briegel. Die Verteilung soll direkt nach der Einschulung am 02. September erfolgen.
 
Fluthilfe
Außerdem suchte das Team die muslimische Hilfsorganisation Merhamet in Maglaj auf. Hier sind die Schäden durch die Flut nach wie vor besonders groß. Die Malteser übergaben den Skoda Praktik, mit dem die wieder in Betrieb genommene Suppenküche die Mahlzeiten an Bedürftige im Stadtgebiet und den Randgebieten verteilt. Vor der Flut waren dies rund 450 Mahlzeiten am Tag, nun ist diese Zahl auf 1.050 gestiegen. Neben dem Kastenwagen erhielt die Suppenküche ein ebenfalls durch Malteser Spendengelder finanziertes Kühlhaus, in dem das Fleisch gelagert wird. In naher Zukunft kommen noch ein großer neuer Herd sowie eine Schneidemaschine dazu.
 
Ein weiterer Schwerpunkt der Fluthilfe liegt in Doboj. Die kleine Stadt ist eine der am schlimmsten von den Fluten betroffenen Ortschaften in Bosnien. 17 Menschen verloren hier ihr Leben. Betroffene leben in Häusern, deren Ausstattung mehr als dürftig ist. Die Flut hat sämtliche Möbel und Einrichtungsgegenstände vernichtet. Am Straßenrand liegen immer noch Berge von Müll. Viele leben bei ihren Verwandten und Bekannten, weil die Häuser nicht bewohnbar sind. Es fehlt an einfachsten Einrichtungsgegenständen wie Betten oder Schränke ebenso wie an Grundnahrungsmitteln wie Mehl, Zucker oder Wasser in Flaschen. Einheimische berichten, staatliche Hilfe käme hier kaum an. In Zusammenarbeit mit der Großhandelsfirma AS in Jelah organisieren die drei Malteser mit Spendengeldern der Malteser Main-Taunus einen Hilfsgütertransport in das von Pfarrer Pero Iljkic betriebene Lager neben seiner Kirche in Maklenovac. Von dort werden die Lebensmittel an alle verteilt, die hierher kommen – ohne Rücksicht auf religiöse oder ethnische Zugehörigkeit. Das Team beschließt, die Menschen in Doboj im Rahmen des Hoffnungszeichens „Begleitung“ bei der Beschaffung von einfachen Möbelstücken wie Betten und Schränken zu unterstützen, damit sie in ihre Häuser zurückkehren können.
 
Außerdem wollen die Limburger Malteser in Zusammenarbeit mit Malteser International die Ambulanz in Doboj wieder neu aufbauen. Durch die unmittelbare Nähe zum Fluss Usora fielen viele medizinische Geräte sowie alle Fahrzeuge den sehr schnell hereinbrechenden Wassermassen zum Opfer. Mitarbeiter der Ambulanz übergaben den Maltesern eine Liste dringend benötigter Dinge. „Wir hoffen, dass unsere Mittel ausreichen, um der Ambulanz alle benötigten medizinischen Geräte zur Verfügung stellen zu können“, so Briegel. Zurück in Deutschland wird diese Liste nun geprüft und die genannten Projekte in Absprache mit den Partnern von Malteser international und in Bosnien weiter bearbeitet.

Kirchenspende geht an bosnische Suppenküche - Kastenwagen für Essenstransport

Diez/Maglaj. Am 2. Juli übergaben die Katholische Kirchengemeinde Herz Jesu in Diez, die Evangelische Kirchengemeinde St. Peter zu Diez, die Evangelische Stiftskirchengemeinde Diez und die Evangelische Jakobusgemeinde Diez-Freiendiez den Maltesern Rhein-Lahn einen gemeinsamen Scheck über 1.000 Euro für die Fluthilfe in Bosnien.
 
Nun haben die Malteser einen passenden Verwendungszweck gefunden. Das Geld wurde in einen gebrauchten Skoda Praktik investiert, der nun der Suppenküche im bosnischen Maglaj zur Verfügung gestellt wird. Die Stadt Maglaj gehört zu den am stärksten von der Flut betroffenen Regionen in Bosnien. Die Suppenküche der muslimischen Hilfsorganisation Merhamet und auch der dazugehörige Opel Corsa wurden komplett überschwemmt. „Das Hochwasser ist dort so schnell gekommen, dass die Menschen sich erst einmal selbst retten mussten. Um Wertgegenstände wie den Corsa in Sicherheit zu bringen, war da keine Zeit“, erklärt Jürgen Briegel, Diözesanauslandsdienstreferent der Malteser im Bistum Limburg, der seit vielen Jahren mit Merhamet in Maglaj zusammenarbeitet.
 
Die Suppenküche befindet sich zurzeit im Wiederaufbau. Vor der Flut wurden dort täglich warme Mahlzeiten für mehr als 300 Menschen zubereitet. Ein Teil der Mahlzeiten wurde mit dem Corsa an hilfsbedürftige Senioren geliefert, die sich selbst keine Mahlzeiten mehr zubereiten können. „Mit dem Kastenwagen haben wir eine gute Möglichkeit gefunden, die Spenden der Kirchengemeinden zeitnah und im Sinne der Flutopfer zu investieren“, so Harald Malm, Auslandsdienstbeauftragter der Malteser Rhein-Lahn. Der Skoda Praktik wurde am 27. Juli von Jürgen Briegel und zwei weiteren Helfern nach Maglaj gebracht.

Kirchengemeinden spenden 1.000 Euro für Malteser Fluthilfe - Schönes Zeichen der Ökumene

Diez. Die schwersten Regenfälle seit 120 Jahren haben in weiten Teilen von Bosnien und Herzegowina sowie Serbien zu dramatischen Überschwemmungen geführt. Ganze Städte und Dörfer wurden überflutet, viele Gemeinden sind von der Außenwelt abgeschnitten. Betroffen von der Katastrophe haben die drei evangelischen Kirchengemeinden und die katholische Kirchengemeinde von Diez jetzt eine Spende in Höhe von 1.000 Euro an den Malteser Hilfsdienst e.V. Rhein-Lahn überreicht.
 
Der Malteser Auslandsdienst aus dem Rhein-Lahn-Kreis hat seit vielen Jahren seinen Schwerpunkt in Mittel- und Osteuropa. Jürgen Briegel, Auslandsdienstreferent in Limburg, ist seit 20 Jahren mit dem Auslandsdienst in Bosnien aktiv und war kürzlich in Bosnien, um sich die Situation vor Ort anzuschauen. „Die Menschen sind traumatisiert und verzweifelt. Viele Häuser sind zerstört und müssen neu aufgebaut werden. Einige Familien müssen sich jetzt bereits zum zweiten Mal in 20 Jahren ihre Existenz neu aufbauen.
 
Deshalb hat Harald Malm, Auslandsdienstbeauftragter der Malteser Rhein-Lahn die Pfarrgemeinden in Diez um finanzielle Unterstützung gebeten. Am 2. Juli haben die Katholische Kirchengemeinde Herz Jesu in Diez, die Evangelische Kirchengemeinde St. Peter zu Diez, die Evangelische Stiftskirchengemeinde Diez und die Evangelische Jakobusgemeinde Diez-Freiendiez den Maltesern einen gemeinsamen Scheck über 1.000 Euro für die Fluthilfe übergeben.
 
Jörg Ries, Kreisbeauftragter der Malteser Rhein-Lahn, und Briegel nahmen die Spende im Namen der Gliederung entgegen. „Diese Spende ist ein tolles Zeichen dafür, wie Ökumene vor Ort funktionieren kann und Katholiken und Protestanten gemeinsam etwas bewirken. Genau diesen Geist der Zusammenarbeit und der Hilfsbereitschaft zwischen den Religionen und den Ethnien versuchen die Malteser in Bosnien zu fördern“, so Briegel.
 
Die vier Kirchen arbeiten seit mehreren Jahren zusammen, um gemeinsame Veranstaltungen und Projekte zu organisieren. „Wir treffen uns regelmäßig zwei Mal im Jahr. Beim letzten Treffen haben wir uns unter anderem auch mit der Situation in Bosnien beschäftigt und entschieden, jeweils 250 Euro für die Fluthilfe zu spenden“, sagte Pfarrerin Kerstin Lüderitz. Briegel dankte den Pfarrgemeinden für die Unterstützung und erklärte: „Das Geld fließt nun in Projekte im Rahmen der neuen Aktion „Hoffnungszeichen“, um den Wiederaufbau zu fördern und den Menschen in Bosnien wieder eine langfristige Lebensperspektive zu bieten.“

Fluthilfe für Bosnien - Malteser rufen zu Spenden für Hilfsgütertransporte auf

Limburg. Die schwersten Regenfälle seit 120 Jahren haben in weiten Teilen von Bosnien und Herzegowina sowie Serbien zu dramatischen Überschwemmungen geführt. Ganze Städte und Dörfer wurden überflutet, viele Gemeinden sind von der Außenwelt abgeschnitten.
 
Der Malteser Auslandsdienst in der Diözese Limburg hat seit über 20 Jahren seinen Schwerpunkt in Mittel- und Osteuropa. „Wir kennen die Situation vor Ort genau. Den Menschen in den Hochwassergebieten fehlt es an frischer Kleidung, Lebensmitteln und Hygieneartikeln. Sie brauchen jetzt dringend unsere Unterstützung“, so Auslandsdienstreferent Jürgen Briegel. Um die Hilfsgütertransporte für die Flutopfer auf den Weg schicken zu können, sind die Malteser dringend auf Spenden angewiesen.
 
Briegel selbst steht in engem Austausch mit den Partnern vor Ort. Durch die langjährigen Kontakte verfügen die Malteser über das nötige Netzwerk in Bosnien-Herzegowina, um den Menschen in den betroffenen Regionen helfen zu können. „Die Gelder fließen sowohl in Soforthilfemaßnahmen als auch in den Wiederaufbau, wenn das Wasser abgeflossen ist“, so Briegel. Schon jetzt ist absehbar, dass viele Häuser nicht mehr bewohnbar sein werden. „Die Menschen sind traumatisiert und verzweifelt. Viele haben immer noch mit den Erinnerungen des Krieges zu kämpfen. Jetzt müssen sie sich zum zweiten Mal in 20 Jahren ihre Existenz neu aufbauen.“ Ein erster Konvoi mit Hilfsgütern steht bereits bereit, um nach Maglaj im Nordosten des Landes aufzubrechen, wenn die Grenzen wieder frei und die Straßen befahrbar sind.
 
Malteser Auslandsdienst-Spendenkonto: Kontonr.: 1201211014; BLZ: 37060120; IBAN: DE67370601201201211014; BIC: GENODED1PA7; Verwendungszweck: Fluthilfe Bosnien. Sachspenden werden nicht benötigt.

Neue Gewächshäuser und Brunnenbau: Hoffnungszeichen Beschäftigung und Begleitung werden in die Tat umgesetzt - Reise vom 23. bis 27. März 2014

Bosnien. Nachdem bereits kurze Zeit nach der Entwicklung der neuen Hoffnungszeichen im Juli 2013 das erste Gewächshaus für die Familie Allmir errichtet werden konnte, reisten die Malteser im März erneut nach Bosnien und Herzegowina, um weitere vier Gewächshäuser im Rahmen des Hoffnungszeichens Beschäftigung auf den Weg zu bringen. Mit der Firma Armarplast aus Tasanj wurde ein guter Partner gefunden, der die Gewächshäuser fachgerecht bei zuvor mit Hilfe des Sozialamts ausgewählten Familien errichtet. Für die vier Familien bedeutet dies, dass sie nach Fertigstellung der Gewächshäuser ihren Ertrag an frischem Gemüse und Obst stark steigern können - nicht nur für den Eigenbedarf, sondern auch für den Verkauf auf lokalen Märkten.
 
Darüber hinaus wurden die Kontakte mit den Schulsanitätsdiensten in Bosnien wieder aufgefrischt und mit einem Brunnenbau-Projekt im Rahmen des Hoffnungszeichens Begleitung begonnen. Mit Unterstützung der örtlichen Feuerwehr und durch Nachbarschaftsghilfe soll im Haus der Familie Katic in Potocani eine funktionierende Wasserversorgung sichergestellt werden. Bislang lebt die fünfköpfige Familie dort ohne fließendes Wasser. Die Wäsche wird in einer Wanne im Flur gewaschen und für ein Bad muss Wasser in Eimern aus dem Nachbarhaus geholt werden. Das soll sich mit Hilfe einer entsprechenden Pumpe, dem Bohren eines Brunnens und der Verlegung einer Leitung ändern.

Weitere Informationen

Gudrun Hüther
Presse/Fundraising
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