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Malteser Auslandsdienst Limburg

Aktuelle Situation in Bosnien-Herzegowina

Seit Mitte der 1990er Jahre leisten die Limburger Malteser in Bosnien und Herzegowina einen wichtigen Beitrag, um die Menschen dort nach dem Ende des Krieges beim Aufbau funktionierender Sozial- und Gesundheitssysteme zu unterstützen. Dazu arbeiten die Malteser auf der Grundlage von Partnerschaften mit Organisationen, Einrichtungen und Initiativen in den Zielländern zusammen, zum Beispiel Sozialämter, Krankenhäuser, Feuerwehren, Schulen oder Suppenküchen. Gemeinsam widmet man sich zumeist sozialen oder medizinischen Projekten, die die Lebenssituation vor Ort verbessern und verarmten Familien helfen, ein eigenes Einkommen zu erzielen.

Auch heute gibt es dort noch viel Handlungsbedarf:

  • Die Arbeitslosigkeit in Bosnien und Herzegowina liegt bei rund 50 Prozent. Aufgrund fehlender Industrie und wirtschaftlicher Investitionen mangelt es überall an Arbeitsplätzen – auch für Hochqualifizierte.
  • Vielerorts fehlt es immer noch an der nötigen Infrastruktur, öffentliche Verkehrsmittel gibt es kaum. Die wenigen Arbeitsplätze befinden sich meist in den Großstädten. Deshalb haben arme Bewohner ländlicher Gebiete, die sich kein Fahrzeug leisten können, kaum eine Chance an Arbeit zu kommen.
  • Viele Menschen haben infolge des Krieges mit posttraumatischen Belastungssyndromen zu kämpfen oder sind durch Verwundungen körperlich behindert und damit arbeitsunfähig. Von Seiten des Staates gibt es aufgrund von Korruption und Geldmangel nur geringe Hilfen für betroffene Familien.
  • Während des Krieges wurden viele Häuser zerstört, die bis heute nicht wieder aufgebaut wurden. Neu errichtete Gebäude werden aufgrund des Geldmangels häufig nicht fertig gebaut. Die Menschen leben in Rohbauten – teilweise ohne Fenster und funktionierender Heizung.

Weitere Informationen

Jürgen Briegel
Referent Auslandsdienst
Tel. (06431) 9488520
Fax (06431) 9488100
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